Die Jagd im Wandel der Zeit

Neben der emotionalen Seite des Jagens gibt es natürlich auch eine rationale Betrachtung. War in vorindustrieller Zeit der Jäger ein Nahrungsbeschaffer, der das Überleben seiner Mitmenschen sicherte, so ist heute der Jäger Helfer der Naturlandschaft und der wildlebenden Tiere. Mit dem Eingreifen in unsere Natur hat der Mensch den Lebensraum der Wildtiere derart eingeschränkt und verändert, dass eben diese Tiere nur noch wenig Platz finden. Mehr denn je dient die Jagd der Erhaltung der Artenvielfalt in einer Welt, in der sich Wildtiere den immer knapper werdenden Lebensraum mit der ständig wachsenden Anzahl von Menschen teilen müssen.

Jägerinnen und Jäger erhalten durch Bestandsregulierung den gesunden, der Landschaft angepassten Wildbestand. Das ist sogar die gesetzliche Pflicht, die mit der Erteilung des Jagdscheines einhergeht. Davon profitieren insbesondere die Tiere, die nicht bejagt werden, weil sie zum Beispiel nicht dem Jagdrecht unterliegen.  

© Kellermann Fleck 2015